Fuldaer Stadtbräu – ein neues Bier 

aus dem Herzen unserer Stadt

 

Heimat kann man schmecken. Wer als Fuldaer einmal in einer fernen Stadt lebte und von einem Postpaket mit Kümmelbrot, einer Dose Schwartemagen und einer Flasche Hochstift überrascht wurde, der wei. genau, was dieser Satz bedeutet. Und unter dem Druck der Globalisierung entdecken auch die Daheimgebliebenen verst.rkt den Wert von heimischen Erzeugnissen.

Vor diesem Hintergrund platziert das Hochstiftliche Brauhaus Fulda ein neues Bierprodukt: das „Fuldaer Stadtbräu“ – ein Helles, hergestellt in alter Handwerksmanier. Mit seinem angenehmen Malzaroma wird es ausgesprochen süffig schmecken. Abgefüllt wird es in edel anmutende 0,33er Flaschen. Diese sogenannten Vichy-Flaschen heben sich mit ihrer klassischen Linie vom g.ngigen Trend ab und vermitteln ein Gefühl für die lange Brautradition, die auch in diesem neuen Bier lebendig ist.

Die Entwicklung des neuen Bieres ist alles andere als ein Schnellschuss. Schon lange tüftelt die Brauerei an dem Projekt. Da es eine ganz andere Geschmacksrichtung haben wird als das, was man bislang aus dem Hause Hochstift kennt, darf man gespannt sein. Die Brauerei verspricht etwas ganz Besonderes.

Und warum gerade ein Helles und warum gerade jetzt? Viele Gründe sprachen für die Entwicklung einer neuen Sorte. Zunächst liegen helle, süffige Biere klar im Trend. Die Hellen aus Bayern dr.ngen seit geraumer Zeit nach Norden und machen dem Pils Konkurrenz. Zwar kann die Hochstift-Gruppe mit den Lauterbacher, Schlitzer und Alsfelder Bieren eine große Vielfalt vorweisen. Die Hochstift selbst aber hat ‒ von Radler und Alkoholfreiem abgesehen ‒ nur Pils und Schwarzer Hahn im Angebot. Das Fuldaer
Stadtbräu schließt somit eine Lücke im Sortiment, zumal das hopfenstarke Hochstift Pils nicht selten die Gemüter spaltet: die einen finden es zu herb, die anderen lieben es bedingungslos. So wird das neue Helle nun auch bei denjenigen die Stimmung heben, die sich bislang bewusst vom Hochstift fernhielten. Sicher ist: Es wird „heller“ in Fulda.

Einen weiteren Trend setzt die Craftbeer-Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hatte und nun in Deutschland angekommen ist. Gemeint sind kleine Brauereien, die sich der Dominanz der industriell hergestellten „Fernsehbiere“ entgegenstellen. Ihre Trümpfe sind Handwerklichkeit, unverwechselbarer Geschmack und Regionalität. Aber all das zeichnet das Hochstiftliche Brauhhaus seit eh und je aus, weshalb die Brauerei auf diesen Zug gar nicht aufspringen muss. Das neue Produkt entspricht dem aktuellen Kundenbedürfnis, obwohl oder besser weil die Unternehmerfamilie Klesper dem eingeschlagenen Weg treu geblieben ist. „Manche sagen Craft, wir nennen es Handwerk“, steht entsprechend selbstbewusst auf dem Etikett. Kein Hype, kein Schnickschnack. Schließlich ist die Brautradition im gesamten Gemäuer spürbar. So gibt es an der Leipziger Straße noch einen
richtigen Bierkeller. Mächtige Eisbrocken wurden dort früher eingelagert, um die Kühlung im Sommer aufrecht halten zu können. Noch heute reift das Bier dort unten. In den Großbrauereien wird zwar auch fortwährend vom „Bierkeller“ geredet, dabei gibt es in den Fertigungshallen noch nicht mal einen Heizungskeller.

Ein mehr emotionaler Grund dafür, ein „Stadtbräu“ zu kreieren, liegt in der engen Verbundenheit, die die Fuldaer mit ihrer Domstadt empfinden. Die anfängliche Idee, das neue Bier „Hochstift Hell“ zu nennen, wurde schnell wieder verworfen. Der Name „Fuldaer Stadtbräu“ greift tiefer: Er spricht das Heimatgefühl an, erinnert an Wurzeln und Herkunft und drückt den Stolz aus, Fuldaer zu sein. Und er verdeutlicht, dass das Bier auch wirklich im Herzen der Stadt, nämlich zwischen Frauenberg und Stadtschloss gebraut wird.

Nicht zuletzt war auch das anstehende Stadtjubiläum ein entscheidender Impulsgeber. Einen besseren Anlass konnte man gar nicht finden. Bis zum Jahr 2019 ist es zwar noch etwas hin. Aber wenn dann die Stadt ihren 1275sten Geburtstag feiert und alles auf den Beinen ist, wird das Fuldaer Stadtbräu so weit etabliert sein, dass es die Rolle eines Festbiers übernehmen kann.

Abgefüllt wird der erste Sud bereits in den kommenden Wochen. Spätestens Anfang Dezember werden die Flaschen mit dem historischen Fuldamotiv auf der Banderole im Handel und an den Tresen erh.ltlich sein. Und wer nun glaubt, dass das Fuldaer Stadtbräu seine Berechtigung nur innerhalb der Stadtgrenzen hat, der irrt. Natürlich schmeckt das Helle auch im Fuldaer Land und darüber hinaus. Und vielleicht wird irgendwann mit der gleichen Selbstverst.ndlichkeit anstelle eines „Hochstift Pils“ ein Fläschchen „Fuldaer Stadtbräu“ im Postpaket liegen. Oder am besten alle beide.

Informationsflyer zum Download:

Archivbilder Unionsbrauerei Fulda:

Fulda: